Förderung

Die Steigerung der Energieeffizienz ist Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende. Der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) enthält

aktuelle Instrumente und Maßnahmen, mit denen Industrie und Gewerbe, Haushalte, und weitere Sektoren Energie sparen können.

Förderung

Mit dem NAPE wird gezielt ein Anstoß für die Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen für das Energiesparen gesetzt. Im Bereich Contracting sind im NAPE Ausfallbürgschaften für Contracting-Finanzierungen enthalten sowie ein Förderprogramm für die Contracting-Beratung.

Im Dezember 2014 wurde der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE ) als Energieeffizienzstrategie der Bundesregierung für die laufende Legislaturperiode beschlossen. Ob Kommunen, Unternehmen oder Verbraucher - mit dem NAPE sollen alle gesellschaftlichen Akteure motiviert werden, Energie sparsamer zu nutzen, denn die umweltfreundlichste und günstigste Kilowattstunde ist die, die wir gar nicht erst verbrauchen.

Deshalb beruht die Energiewende darauf, die Energieeffizienz zu steigern, den Energieverbrauch zu senken und die erneuerbaren Energien weiter auszubauen, um die verbleibende Nachfrage abzudecken.
Entscheidend hierbei ist, dass Kommunen, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürgern eine fachliche Hilfestellung beim Energiesparen geboten wird.

Mit dem NAPE wurde daher ein Fokus auf den Ausbau des Informations- und Beratungsangebots gelegt. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die gezielte und innovative Förderung von Effizienzinvestitionen.
Auch die Beratung zu Contracting-Projekten ist Bestandteil dieser Förderungen.

Förderung von Contracting-Beratungen

Wer führt die Beratung durch?

Die Contracting-Beratung ist nur zuwendungsfähig, wenn sie durch einen vom BAFA zugelassenen Berater (Projektentwickler) erfolgt. Die Auswahl des Beraters obliegt dem Antragssteller. Zugelassene Projektentwickler sowie weitere Informationen rund um das Förderprogramm „Beratungen zum Energiespar-Contracting“ und die Antragsstellung finden Sie auf der Internetseite des Bafa.

Das Förderprogramm „Beratungen zum Energiespar-Contracting“ unterstützt Antragsteller dabei, eine unabhängige und qualifizierte Beratung in Anspruch zu nehmen und dadurch bestehende Energieeinsparpotenziale in den eigenen Liegenschaften zu erschließen. Die Beratung wird von einem sogenannten Projektentwickler durchgeführt.

Im Rahmen des Programms werden Zuschüsse für eine unabhängige und qualifizierte Contracting-Bberatung gewährt. Antragsberechtigt sind:

  • Kommunen, gemeinnützige Organisationen und Religionsgemeinschaften
  • Unternehmen, die sich mehrheitlich in kommunalem Eigentum befinden
  • kleine und mittlere privatwirtschaftliche Unternehmen (KMU)

Was wird gefördert?

Gefördert werden je Antragssteller und Standort eine Orientierungsberatung sowie entweder eine Umsetzungs- oder eine Ausschreibungsberatung, sofern der Antragsteller Eigentümer des Objektes ist und die Energiekosten über 100.000 Euro liegen.

Orientierungsberatung

Die Orientierungsberatung bietet dem Antragssteller im Rahmen einer Erstanalyse der Immobilien, Liegenschaften und Anlagen im Hinblick auf die Anwendung von Contracting eine Entscheidungshilfe inklusive der Abschätzung von Vor- und Nachteilen gegenüber der Umsetzung in Eigenregie. Gefördert werden 80 % der zuwendungsfähigen Beratungskosten bzw. maximal 2.000 Euro.

Umsetzungsberatung

Bei der Umsetzungsberatung steht der Berater dem Antragssteller bei der Umsetzung eines Energiespar-Contractings bis zum Vertragsabschluss zwischen Antragssteller und Contractor unterstützend zur Seite. Gefördert werden

  • für Kommunen und kommunale Unternehmen bis zu 50 % der zuwendungsfähigen Beratungskosten bzw. maximal 12.500 Euro.
  • für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) bis zu 30 % der zuwendungsfähigen Beratungskosten bzw. maximal 7.500 Euro.

Ausschreibungsberatung

Im Rahmen der Ausschreibungsberatung unterstützt der Berater den Antragssteller bei der Erstellung einer Leistungsbeschreibung für die Ausschreibung eines Contracting-Projektes, das kein Energiespar-Contracting ist. Dies kann zum Beispiel ein Energieliefer-Contracting sein. Gefördert werden 30 % der zuwendungsfähigen Beratungskosten bzw. maximal 2.000 Euro.