17.09.2019 Seminar

VfW Spezialwissen: Neue Rechtslage der dezentralen Stromversorgung

Der Europäische Gerichtshof hat mit einem viel beachteten Urteil klargestellt, dass die Leistungen des EEG keine Beihilfe darstellen. Damit ändert sich die Sicht auf eine Vielzahl aktuell geltender Regelungen, die unter Berufung auf angeblich bestehende beihilferechtliche Anforderungen geschaffen wurden.

Impulse aus Europa

Parallel dazu sind die Richtlinien aus dem sog. Winterpaket der EU verabschiedet worden und sind nun in verbindlich festgelegter Zeit durch den deutschen Gesetzgeber umzusetzen. Aus alledem werden zahlreiche Impulse für die dezentrale Stromversorgung folgen!

Welche Impulse das genau sind und was außerdem das novellierte Stromsteuerrecht sowie die Ansätze zum neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) für die dezentrale Stromversorgung bedeuten werden bzw. können, soll in einer offenen Atmosphäre diskutieren. Ziel ist es dabei, den Teilnehmern neben praxisbezogenen Antworten auch einen systematischen Überblick über die Rechtslage zu verschaffen. 

Das VfW-Seminar richtet sich hierbei an alle Akteure, die sich mit dezentraler Stromerzeugung beschäftigen: Industrie- und Gewerbebetriebe mit eigenen Erzeugungsanlagen, Energiedienstleister, Contractoren und Stadtwerke, die dezentrale Versorgungsmodelle anbieten ebenso wie Planer, die solche Projekte mit ihren Kunden entwickeln.

Die Referenten verfügen über langjährige Erfahrungen bei der rechtlichen Begleitung dezentraler Stromversorgungsprojekte, in denen zumeist mit BHKW, Solar-Anlagen oder Kombinationen hieraus geplant wird.

Kosten: 770,00 € zzgl. 19% MwSt.

Inkl. Teilnehmerunterlagen und Verpflegung während der Veranstaltung.

Mitglieder des VfW mit dem Status »Plus« erhalten einen Nachlass von 10 % der Teilnahmegebühr. Für Premium-Mitglieder ist die Seminarteilnahme kostenlos. Der Erhalt der Rechnung gilt gleichzeitig als Anmeldebestätigung.

Stornogebühren: Stornierung bis 9 Kalendertage vor Tagungsbeginn: 150,00 €. Stornierung weniger als 9 Kalendertage vor Tagungsbeginn: keine Rückerstattung möglich.

Error: Bitte Google Map Api Key angeben!

10:00 Begrüßung

Dezentrale Objektversorgung

  • Überblick unterschiedlicher Organisationsformen
  • Neuerungen durch das Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom 28.03.2019 sowie der neuen Europäischen Richtlinien, insbesondere zum Elektrizitätsbinnenmarkt und den Erneuerbaren Energien
  • Praxisbeispiele mit anteiligem Stromverbrauch im Objekt
  • Kundenanlage oder Netz? Auswirkungen auf Umlagen, Steuern und Abgaben

Modell A: Der Energiedienstleister als Stromlieferant

  • Überblick über die wichtigsten Vertragsinhalte eines dezentralen Stromliefervertrages (mit Besonderheiten PV-Mieterstrom)
  • Summenzählermodell und Umsetzungsvorgaben der BNetzA
  • Messanforderungen nach Messstellenbetriebsgesetz
  • Förderung nach EEG oder KWKG

Modell B: Der Kunde als Eigenversorger

  • Eigenversorgung aus Neuanlagen sowie Bestandsanlagen (mit Darstellung der Rechtslage zur KWK)
  • Mess- und Meldeanforderungen bei der Eigenversorgung
  • Die Rolle des Energiedienstleisters: Pacht- und Betriebsführungsmodell
  • Vertragsdetails des Betriebsführungsvertrages

Ausblick auf neue Modelle und deren rechtlichen Grenzen

  • Einsatz von Speichern
  • E-Mobilität: Ladestationen in der Kundenanlage, Ladestationen-Contracting
  • Flatrate

Abschlussdiskussion

17:00 Ende der Veranstaltung
Pausen ca. um 11:30, 13:00 und 15:30 Uhr

Referenten
RA Martin Hack, Rechtsanwälte Günther
RA Dr. Dirk Legler, Rechtsanwälte Günther
Mitglieder des Juristischen Beirates des VfW

Änderung des Programmablaufs und der Referenten aus aktuellen Anlässen möglich.