Meldung

Vorbild öffentliche Hand: Landesliegenschaftsbetriebe und dena diskutieren zum Energiespar-Contracting

Am 26. Februar 2020 lud die dena Liegenschaftsverantwortliche aus den Bundesländern und des Bundes zu einem Erfahrungsaustausch zum Thema Energiespar-Contracting (ESC) nach Frankfurt/Main ein.

Die Vertreter des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen, des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg, des Landesbetriebs Bau- und Liegenschaftsmanagement Sachsen-Anhalt, des Bau- und Liegenschaftsbetriebs Nordrhein-Westfalen und des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung Rheinland-Pfalz sowie der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben diskutierten, wie Energieeffizienzmaßnahmen unter den gegebenen Voraussetzungen in den landes-  und bundeseigenen Immobilien umgesetzt werden können, um die politischen Ziele in Sachen Klimaschutz und Energieeffizienz zu erreichen.

Die Bundesländer sind sehr unterschiedlich erfahren, was die Umsetzung von ESC-Projekten angeht: Während in Ländern wie Hessen, Bayern und Baden-Württemberg ESC schon lange umgesetzt wird, entstehen beispielsweise in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz derzeit im Rahmen des dena-Modellvorhabens „Co2ntracting: build the future!“ die ersten Projekte. In den Diskussionen ging es hauptsächlich um Erfahrungen mit bereits umgesetzten ESC-Projekten, Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen, Marketing für Effizienzmaßnahmen, politische Unterstützung sowie die Einbindung der Gebäudenutzer. Ergänzt wurde der Erfahrungsaustausch mit einem Beitrag der Rechtsanwaltskanzlei maierwoelfert zu aktuellen Entwicklungen beim Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) und dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sowie zu aktuellen Urteilen. Die weniger erfahrenen Länder holten sich viele Anregungen, um zukünftig eigene Maßnahmen umzusetzen.

Insgesamt war man sich einig, dass ESC das Potenzial hat, die Lücke zwischen anspruchsvollen Klimazielen wie etwa einer CO2-neutralen Landesverwaltung bis 2030 und der damit notwendigen Erhöhung der Sanierungsrate in den Landesliegenschaften zu verringern. Denn die Landesbetriebe stehen vor ähnlichen Herausforderungen: Zwar mangelt es ihnen nicht an Know-how und Ideen für Effizienzmaßnahmen, jedoch fehlt es häufig an Personal, das sich darum kümmern könnte.

Bei Interesse an einem weiteren Austausch wenden Sie sich gerne an ContractingDialog@dena.de