Große Resonanz auf Praxisworkshop zum Energiespar-Contracting

Im Februar lud die Sächsische Energieagentur (SAENA) gemeinsam mit der Städtischen Theater Chemnitz gGmbH Kommunalvertreter, Energieberater, Contractoren, Projektplaner und Finanzinstitute zu einem ganz besonderen Termin nach Chemnitz.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Veranstaltungsort selbst: Das Theater Chemnitz, das seine Energiekosten mit Hilfe von Energiespar-Contracting (ESC) seit 2015 um jährlich mehr als 120.000 Euro senken konnte.

Das Besondere an diesem Vor-Ort-Termin war der 360 Grad-Blick auf das Projekt mit allen beteiligten Akteuren und entsprechend vielfältigen Erfahrungen. Die etwa 45 Contracting-interessierten Teilnehmer lernten die Herangehensweise eines Projektentwicklers kennen und erfuhren, wie das Projekt aus Sicht des Gebäudeeigentümers gelaufen ist. „Auch, wenn die Vorplanung eines solchen Projekts aufwendig ist – es lohnt sich. Wir wundern uns, warum nicht viel mehr energetische Sanierungen mit Energiespar-Contracting umgesetzt werden.“, sagte Raj Ullrich, Technischer Direktor des Auftraggebers Theater Chemnitz. Die Vertreter des Contractors E1 Energiemanagement GmbH erläuterten, mit welchen Maßnahmen sie die Energiekosten des Opernhauses um ein Drittel reduzieren konnten. So wurden beispielsweise die Lüftungs- und Klimaanlagen erneuert, drei Wärmerückgewinnungsanlagen und 20 neue Umwälzpumpen installiert, eine Gebäudeleittechnik aufgebaut, 70 Fenster ausgetauscht und vieles mehr. Die Neuerungen konnten sich die Teilnehmer im Anschluss bei einer einstündigen Führung durch den Keller, die Werkstätten und andere sonst „verborgenen“ Orte einer solchen Spielstätte mit viel Publikumsverkehr ansehen.

Auch ein Vertreter der dena war vor Ort: Dr. Ronny Bischof von der Deutschen Energie-Agentur (dena) stellte den Teilnehmern die Unterstützungsangebote des Bundes bei der Umsetzung von ESC und die Ansätze der dena in Sachen ESC vor.

Die vielen Nachfragen und Diskussionen unter den Teilnehmern zeigten, wie groß der Bedarf ist, von anderen ESC-Anwendern und bereits durchgeführten Projekten zu lernen. Uwe Kluge von der SAENA zeigte sich mit der Resonanz auf die Veranstaltung sehr zufrieden: „Wir brauchen mehr solche Einblicke in die Praxis. So können Kommunen und andere mögliche Anwender von ESC einschätzen, was auf sie zukommt, wie sie von der Dienstleistung profitieren können und worauf sie achten sollten.“  

Nähere Informationen und die Vorträge der Veranstaltung stehen auf der Website der SAENA

Teaserbild: shutterstock.com/Matej Kastelic