21.09.2011: Jüdisches Museum Berlin und Energiedienstleister Johnson Controls gewinnen EU-Preis für bestes Europäisches Energiedienstleistungsprojekt

Preisverleihung am 13.9. in Brüssel: David Cadman, ICLEI, Joerg Leschke, Johnson Controls, Börries von Notz, Jüdisches Museum Berlin, Herbert Eusewig, Johnson Controls, Michael Geissler, Berliner Energieagentur/EESI (Quelle: Johnson Controls)
Berlin, September 2011. Das Jüdische Museum Berlin wurde zusammen mit dem Contracting-Anbieter Johnson Controls am 13. September in Brüssel von der European Energy Service Initiative (EESI) mit dem European Energy Service Award in der Kategorie "Best Energy Service Project" ausgezeichnet. Mit diesem Preis ehrt die Initiative der Europäischen Union seit 2005 jedes Jahr herausragende Energiedienstleistungsprojekte in Europa mit dem Ziel, Energiespar-Contracting europaweit voranzubringen.
Das Jüdische Museum spart dank Energiespar-Contracting ab 2012 fast die Hälfte seiner Energiekosten und 55 Prozent CO2 ein. Um dies zu erreichen, sind eine Reihe von Energieeffizienzmaßnahmen erforderlich: So wird die Gebäudeautomation umfassend erneuert, mehr als 1.000 Halogenlampen durch innovative LED-Beleuchtung ersetzt und die Lüftungstechnik so umgebaut, dass mehr Außenluft zur Gebäudekühlung genutzt wird. Nach dem Umbau dient außerdem umweltfreundliche Fernwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung als Energieträger zur Luftbefeuchtung anstatt wie bisher Elektroenergie. Verantwortlich für die vertraglich garantierte Energiekosteneinsparung von mehr als 290.000 Euro ist der Contractor Johnson Controls. Mit dem überwiegenden Teil der Ersparnis refinanziert er seine Investitionen. Der restliche Teil kommt dem Museum direkt zu Gute.
Das Jüdische Museum ist einer der spektakulärsten Museumsbauten in Deutschland. Zu dem einzigartigen Gebäudeensemble gehören der 1999 fertiggestellte Neubau von Daniel Libeskind sowie ein barocker Altbau aus dem Jahr 1735. Der Altbau umschließt einen 670 Quadratmeter großen, von Libeskind gestalteten, Glashof. Demnächst wird das Museum um ein Gebäude, dessen Umbau ebenfalls von Libeskind entworfen wurde, erweitert.
Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) steht dem Jüdischen Museum seit Beginn des Contracting-Projekts beratend zur Seite: Sie begleitete das komplette Vergabeverfahren von der öffentlichen Ausschreibung über die Angebotsverhandlungen bis hin zum Vertragsabschluss mit dem Contractor im Dezember 2010.




